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Podiumsdiskussion "Bildung für Geflüchtete"

Podiumsdiskussion Bildung für Geflüchtete
Rabea Link
Do, 6. Feb 2020

Am 15. Januar 2020 fand unsere Podiumsdiskussion zum Thema “Bildungsangebote für Geflüchtete - Erfolg oder verschenktes Potential” statt.
Im gut gefüllten Hörsaal in der Neuen Uni konnten sich Geflüchtete und Menschen, die mit Geflüchteten arbeiten, austauschen und uns an ihren Erfahrungen und ihrem Wissen teilhaben lassen.
Diskutiert haben Qassim Alhumayyer, der vor 5 Jahren mit seinem Bruder aus Syrien nach Deutschland geflohen ist und jetzt in Heidelberg Medizin studiert, Behzad Aminian, der vor über 10 Jahren aus dem Iran geflohen ist und mittlerweile als Dolmetscher Geflüchtete zu Ämtern und Ärzten begleitet, Milena Michy, die soziale Arbeit studiert hat und jetzt in einer Erstaufnahmeeinrichtung in Karlsruhe arbeitet, sowie Jörg Jungmann, der an der Uni Heidelberg Sprachdidaktik unterrichtet und ehrenamtlich ein Sprachcafé in Dossenheim mit aufgebaut hat.
Bei der Diskussion ging es unter anderem darum, welche Bildungsangebote es überhaupt für Geflüchtete gibt, wie diese wahrgenommen werden und wo noch Verbesserungspotential besteht. Es waren sich alle schnell einig, dass Sprache der Schlüssel ist, um in einem Land und einer Kultur anzukommen.
In Schulen ist häufig ein Problem, dass nur der Deutschunterricht sprachsensibel gestaltet wird, und Lehrkräfte anderer Fächer nicht ausreichend ausgebildet sind, um auf die Bedürfnisse von Menschen, die Deutsch als Zweitsprache sprechen, einzugehen. Die Lehrerausbildung sollte außerdem einen stärkeren Fokus auf den Umgang mit Rassismus und Traumata setzen.
Bei ehrenamtlichem Engagement ist die Unterstützung der Kommune wichtig, z.B. die Bereitstellung von Räumen, damit regelmäßige Veranstaltungen möglich sind. Optimal wäre es, wenn Angebote statt nur für Geflüchtete auch von und mit Geflüchteten gestaltet wären und alle eingeladen sind teilzunehmen.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei den Diskutant:innen für die Teilnahme an der Podiumsdiskussion!

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