Kulturstürmer erleben die Geschichte der Stadt Münster bei Nacht

23.11.2014
Kulturstürmer

Am Freitag, den 14. November 2015, versammelten sich 25 kleine und 12 große Kulturstürmer zunächst an den beiden Kooperationsschulen von „weitblicken kinderleicht“. Für die kleinen Kulturstürmer mochte es zunächst seltsam sein, ein zweites Mal am Tag zur Schule zu gehen, noch dazu am Wochenende. Doch anstatt in den Unterricht zu gehen, machten sich die Gruppen auf Richtung Innenstadt.

Am Rathaus angekommen, wurde zunächst eine kleine Pause eingelegt. Um 17.30 Uhr trat dann eine für unsere Zeit doch eher seltsame Gestalt auf den Rathausinnenhof, ein Mann mit Laterne, Horn und Hut. Zudem trug er einen langen Stab mit sich. Das musste der Nachtwächter sein! Schließlich wollten die Kulturstürmer heute bei einem Rundgang durch die historische Altstadt von Münster mehr über die Geschichte der Stadt erfahren.

In einen eineinhalbstündigen Rundgang, der an den wichtigsten Stationen der Innenstadt vorbeiführte, lernten Kinder und Münsteraner Weitblickende über den Beruf des Nachtwächters, der nie ohne seinen Nachtwächterstab, der „Hellebarde“, unterwegs war und vor allem aber, wie es in Münster vor mehreren hundert Jahren ausgesehen. So wurde beispielsweise berichtet, wie es auf dem Prinzipalmarkt zugegangen ist, welche Bürgerschicht in welche Stadtteile durfte und dass das heute nette Flüsschen Aa in früheren Zeiten alles andere als eine Augenweide war.

Kulturstürmer

Auf eine kindgerechte Art und Weise brachte der Nachtwächter all diese Facetten gekonnt und mit Witz rüber und blieb auch jeder noch so frechen Kinderantwort standhaft. Als die Führung am Domplatz mit einem Gruppenfoto endete, schienen alle Teilnehmer sehr zufrieden und machten sich gemeinsam auf den Rückweg zu den Schulen, wo sie von ihren Eltern abgeholt wurden.

Insgesamt war es wieder eine gelungene Aktion, die bestimmt noch eine Weile in Erinnerung bleibt! Ein ganz besonderes Dankeschön geht an das Team von StattReisen Münster (www.stattreisen-muenster.de), die den Kulturstürmern die Führung kostenlos angeboten haben!