Bildungspatenschaften BiBo

„Zugang zu Bildung weltweit fördern“ lautet die Maxime von Weitblick Bonn. Doch damit wollen wir nicht nur über Deutschlands Grenzen hinausblicken, sondern auch direkt vor unserer Haustür in Bonn aktiv werden. Nach dem Prinzip großer Bruder / große Schwester begleiten, unterstützen und fördern Studierende Grundschulkinder.

BiBo (Bildungspatenschaften Bonn) richtet sich an Bonner Kinder mit Migrationshintergrund und Studierende der Bonner Hochschulen. Die „großen“ BiBos begleiten ihre „kleinen“ Patenkinder ein Stück ihres Schulalltags und stehen ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Neben sprachlicher Förderung, Fragen zu Hausaufgaben und Organisation des Schulalltags stehen aber auch Spiel, Sport und Spaß im Blickpunkt. Dabei wird Neues entdeckt und Interesse geweckt.
Die PatInnen unterstützen, ermutigen und fördern die SchülerInnen und stärken sie damit im Alltag. Dabei treten die Studierenden jedoch nicht als Lückenfüller für fehlende staatliche Angebote ein und erfüllen auch nicht die Aufgaben eines Sozialarbeiters oder Familienhelfers: Vielmehr wird mit viel Spaß spielend gelernt. Das Projekt BiBo soll für beide Seiten eine tolle Erfahrung sein. Über den Umgang miteinander wird der interkulturelle Austausch und das interkulturelle Verständnis von Kind, PatIn und Eltern gefördert und Integration gelebt.
Die Kinder stehen im Mittelpunkt des Projekts, während die Studierenden die Hauptakteure darstellen. Dabei ist auch ein Ziel, dass sich die Kinder willkommen und angenommen fühlen. Dieses Gefühl sollen die SchülerInnen aus den BiBo-Stunden mit in den Alltag nehmen.

Die Umsetzung

Das Projekt findet in Kooperation mit der Integrationsbeauftragten der Stadt Bonn, Coletta Manemann, statt. Die Stabsstelle Integration der Stadt Bonn und die Grundschulen bilden den professionellen Rahmen. Weitblick Bonn vermittelt die Patinnen und Paten und ist Ansprechpartner.
Jeder BiBo-Pate / jede BiBo-Patin betreut zwei Kinder an einer Grundschule. Dabei wird ein fester Nachmittag pro Woche vereinbart, den die großen und kleinen BiBos miteinander verbringen. Zunächst sollen die Treffen in der Schule stattfinden, wo den PatInnen ein Raum zu Verfügung gestellt wird. Nachdem Vertrauen zwischen Kind, Studierendem/r und Eltern aufgebaut wurde, können mit dem Einverständnis der Eltern auch die Umgebung erkundet, Ausflüge beispielsweise in die Innenstadt unternommen oder Museen besucht werden. Wie die gemeinsame Zeit gestaltet wird, liegt in der Eigenverantwortung der PatInnen und an den Interessen der Kinder.
An jeder Schule gibt es eine/n festen AnsprechpartnerIn für die BiBo-PatInnen von Weitblick. Diese „Schulansprechpartner“ haben engen Kontakt zu den BiBo-PatInnen, stehen ihnen bei Problemen zur Seite, klären alles Organisatorische und nehmen bei Bedarf zwischen LehrerInnen, Eltern, weitblick und BiBo-PatInnen eine vermittelnde Rolle ein.
Regelmäßig finden Informationsveranstaltungen (z.B. zum Schulalltag an Ganztagsschulen)/Workshops statt. Darüber hinaus werden Treffen für alle PatInnen angeboten, die Möglichkeiten zum intensiven Austausch bieten.

Was bedeutet es konkret, ein BiBo zu sein?

PatInnen und Kinder treffen sich einmal wöchentlich. Konkret bedeutet dies, je nach Aktivität an einem selbst bestimmten, festen Wochentag nachmittags zwei bis maximal fünf Stunden Zeit zu haben. Da die persönliche Beziehung zwischen PatInnen und SchülerInnen wichtig ist, erklären sich die BiBos bereit, die Patenschaft mindestens ein Schuljahr zu übernehmen. Die Gestaltung der Zeit liegt in der Eigenverantwortung der PatInnen. Während eines Schulhalbjahrs gibt es zwei abendliche Treffen aller Paten, die dem Erfahrungsaustausch dienen und etwa zwei Informationsveranstaltungen durch die Stabsstelle Integration. Die PatInnen sollten darüber hinaus ihre Erlebnisse mit den Kindern regelmäßig kurz an ihre Schulansprechpartner kommunizieren und sich alle zwei Monate mit ihnen treffen.
Die PatInnen werden von der Integrationsbeauftragten und den weitblickern in allen Angelegenheiten beraten und unterstützt. Darüber hinaus werden von der Stabsstelle Integration, den Schulen und weitblick Arbeitsmaterialien (z.B. Bücher) und Ideen für verschiedene Aktivitäten angeboten. Dabei werden Kosten für alle bildungsnahen Aktivitäten wie z.B. Museumsbesuche oder auch die Anfahrt zur Schule zurückerstattet.
Für das Engagement als BiBo-PatIn erhalten die StudentInnen eine schriftliche Anerkennung und können sich 20 Punkte für das Zertifikat für internationale Kompetenz der Uni Bonn anrechnen lassen.

Die Ansprechpartnerin zu BiBo findet Ihr im Organigramm.

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